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Erfrischend schöner Abschluss eines einmaligen Chorprojekts
29-06-2010 13:54 von Karlo
DEWEZET Artikel vom 27.06..2010
Hameln. O Fortuna! Dem Hamelner Polizeichor war die Glücksgöttin gleich zwei Mal hold. Zum einen mit dem rundum gelungenen Abschlusskonzert seines Chorprojekts, in dem Orffs berühmter Lobgesang auf Fortuna makellos, feurig und anfeuernd zugleich zum ersten großen Höhepunkt gedieh. Zum anderen mit der reichen Ernte, die aus einer Idee erwuchs, auf die man auch erst mal kommen muss. In Kurzform: Sechzig Sänger suchten (wie viele Chöre) Verstärkung. Ein vier Monate dauerndes Chorprojekt wurde geplant und dafür mit Flyern und Anzeigen geworben. Mehr als siebzig Sangeswillige meldeten sich zum „Mitsingen auf Zeit“ – nahezu alle standen zunächst über vier Monate eine harte Probezeit durch und am Samstag dann zusammen mit dem Stammchor auf dem Podium – zwanzig von ihnen sind mittlerweile feste Chormitglieder.
Eine bessere Werbung für Chorgesang kann man sich nicht vorstellen – einen besseren Leiter eines solchen Riesenprojekts als Andranik Simonyan allerdings auch nicht. Urmusikalisch vom Scheitel bis zur Sohle und mit profundem Können als Pianist, Klarinettist, Arrangeur und Dirigent strahlt der charismatische Armenier eine Freude am Musikmachen aus, der man sich nicht entziehen kann. Mit seinem ebenso temperamentvollen wie zielgerichtet schnörkellosen Dirigat führte er die Sänger und die sie instrumental einfühlsam begleitenden Mitglieder der Neuen Philharmonie Hamburg durch das mit Klassikern aus Sinfonie, Oper, Operette, Musical und Film geschickt zusammengestellte Programm.